{"id":5926,"date":"2021-03-29T12:31:37","date_gmt":"2021-03-29T10:31:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.grueneliga-thueringen.de\/?p=5926"},"modified":"2021-03-30T12:57:33","modified_gmt":"2021-03-30T10:57:33","slug":"weimarer-umwelt-und-naturschutzverbaende-bund-gruene-liga-und-nabu-rufen-zum-mitzeichnen-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.grueneliga-thueringen.de\/fr\/weimarer-umwelt-und-naturschutzverbaende-bund-gruene-liga-und-nabu-rufen-zum-mitzeichnen-auf\/","title":{"rendered":"Weimarer Umwelt- und Naturschutzverb\u00e4nde (BUND, GR\u00dcNE LIGA und NABU) rufen zum Mitzeichnen auf:"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Petition f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Renaturierung der Industriebrache in der Ilmaue\/Oberweimar &#8211; f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Stadtentwicklung (Hochwasser-, Natur- und Klimaschutz) <a href=\"https:\/\/petitionen.thueringer-landtag.de\/petitions\/2062\">+++ Jetzt Mitzeichnen +++<\/a><\/h2>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"663\" src=\"http:\/\/www.grueneliga-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2003_luftbild02_bleicher.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5925\" srcset=\"https:\/\/www.grueneliga-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2003_luftbild02_bleicher.jpg 1024w, https:\/\/www.grueneliga-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2003_luftbild02_bleicher-300x194.jpg 300w, https:\/\/www.grueneliga-thueringen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/2003_luftbild02_bleicher-768x497.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>ehemalige Industriebrache EOW-Gel\u00e4nde in der Ilmaue\/Oberweimar Aufnahme Bleicher (2003)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Umwelt- und Naturschutzverb\u00e4nde fordern das Land Th\u00fcringen und die Stadt Weimar  auf, sich f\u00fcr die durchg\u00e4ngige Wiederherstellung der Ilmaue im Bereich des ehemaligen  Betriebsgel\u00e4ndes der Elektroinstallation Oberweimar (EOW-Gel\u00e4nde) auf  der Basis der landes- und kommunalpolitischen Beschl\u00fcsse und Programme einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>ALLE baulichen Anlagen werden zur\u00fcckgebaut, die nat\u00fcrliche Gel\u00e4ndeh\u00f6he wiederhergestellt und die Fl\u00e4chen vollst\u00e4ndig renaturiert,  <\/li><li>um aktiv den Klimaschutz zu bef\u00f6rdern <\/li><li>um die Ma\u00dfnahmen des Th\u00fcringer Landesprogramm Hochwasserschutz  2016 \u2013 2021 und des derzeit in der Anh\u00f6rung befindlichen Th\u00fcringer  Landesprogramm Hochwasserschutz 2022 \u2013 2027 umzusetzen,   <\/li><li>um die Ziele der Th\u00fcringer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt zu erreichen, <\/li><li>um die Vorgaben des Regionalplanes Mittelth\u00fcringen umzusetzen, <\/li><li>um die Zielstellung des Fl\u00e4chennutzungsplanes (FNP) und des  Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) der Stadt Weimar zu  erreichen, <\/li><li>um eine durchgehende Verbindung zwischen der Auenlandschaft des  Landschaftsschutzgebietes Mittleres Ilmtal und dem UNESCO-Weltkulturerbe  Park an der Ilm herzustellen. <\/li><li>um die bisher naturschutzrechtlich angeordneten und umgesetzten  Ausgleichs- und Ersatzma\u00dfnahmen und die damit verbundenen finanziellen  Aufwendungen im geplanten vollem Umfang zum Schutz, zur Pflege und zur  Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft zur Geltung zu bringen. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>1. Das Vorhaben widerspricht vertraglich geregelten Verbindlichkeiten\n<br>Die Stadt Weimar hat das Grundst\u00fcck des ehemaligen EOW-Gel\u00e4ndes 1992\n von der Treuhandanstalt erworben, mit der Auflage, die aufstehenden \nGeb\u00e4ude vollst\u00e4ndig zu entfernen, den R\u00fcckbau zu betreiben und das \nGel\u00e4nde langfristig zu renaturieren.<\/p>\n\n\n\n<p>2. Es fanden seitens der Stadt Weimar keine den Petenten bekannten \nPr\u00fcfungen von Alternativstandorten f\u00fcr das aktuell kaufbereite \nUnternehmen statt. Es besteht weder eine sachliche Begr\u00fcndung noch eine \nsachliche Notwendigkeit f\u00fcr die Investition innerhalb dieses sehr \nwertvollen Landschaftsraumes der Ilmaue. <\/p>\n\n\n\n<p>3. Das Vorhaben widerspricht kommunalpolitischen Vorgaben und entwertet bereits langj\u00e4hrig angelegte Naturschutzma\u00dfnahmen. \n<br>Rund die H\u00e4lfte der notwendigen Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die vollst\u00e4ndige \nRenaturierung wurden als Ausgleichs- und Ersatzma\u00dfnahmen nach \nNaturschutzrecht bereits umgesetzt. Um die Renaturierung fortzusetzen, \nhat die Stadt Weimar 2011 alle betroffenen Flurst\u00fccke des EOW-Gel\u00e4ndes \nf\u00fcr den Ausgleichsfl\u00e4chenpool der Impulsregion Erfurt-Weimar-Jena \nangemeldet.<\/p>\n\n\n\n<p>4. Das Vorhaben widerspricht landespolitischen Vorgaben und Entwicklungszielen im Hochwasser-, Natur- und Klimaschutz.\n<br>Das Gel\u00e4nde befindet sich vollst\u00e4ndig im \u00dcberschwemmungsgebiet der \nIlm auf dem Stadtgebiet Weimar. Das \u00dcberschwemmungsgebiet der Ilm im \nLandkreis Weimarer Land und in der kreisfreien Stadt Weimar von \nBarchfeld bis Kleinkromsdorf wurde mit der Verordnung vom 9. Mai 2006 \n(StAnz Nr. 30\/2006, S. 1155-1156) festgesetzt.\n<br>Die Renaturierung der Ilmaue am EOW-Gel\u00e4nde ist eine Notwendigkeit \nf\u00fcr Klimaschutz und Naturschutz in Th\u00fcringen. Sie unterst\u00fctzt die \nMa\u00dfnahmen der EG&#8211;WRRL (Wasserrahmenrichtlinie) zur Wiederherstellung \neines guten \u00f6kologischen Zustandes der Ilm. Das Auengebiet zwischen \nOberweimar und Ehringsdorf kann zu einem wichtigen Trittstein mit \nzahlreichen Lebensr\u00e4umen f\u00fcr vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und \nTierarten im Biotopverbundsystem zwischen dem mittleren und dem unteren \nIlmtal entwickelt werden. Eine durchgehende unversiegelte Ilmaue \nverbessert als \u00fcberregional wirksame Luftleitbahn die \nFrischluftversorgung der Stadt und erh\u00f6ht den Erholungswert der \nLandschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>5. Das Vorhaben widerspricht landespolitischen Entwicklungszielen f\u00fcr den Kulturlandschaftsraum.\n<br>Ein Landschaftspark zur Verbindung der heutigen \nUNESCO-Weltkulturerbest\u00e4tten Schloss und Park Tiefurt, Park an der Ilm \nund Schloss und Park Belvedere wurde bereits von Herzogin Maria Pawlowna\n im 19. Jahrhundert geplant. Im Zuge der Landesversch\u00f6nerung sollte \nanalog des Beispiels des Dessau-W\u00f6rlitzer Gartenreiches gro\u00dfr\u00e4umig eine \nKulturlandschaft in Weimar gestaltet werden, deren Bedeutung eine \nAusstrahlung weit \u00fcber die Landesgrenzen hinaus erreicht h\u00e4tte. Mit dem \nvollst\u00e4ndigen R\u00fcckbau der Geb\u00e4ude des EOW-Gel\u00e4ndes besteht die einmalige\n Chance die st\u00e4dtebaulichen Fehlentwicklungen der Vergangenheit, \ninsbesondere aus der DDR-Zeit zu reparieren sowie den bereits im 19. \nJahrhundert formulierten kulturellen Anspruch bei der Gestaltung von \nLandschaftsr\u00e4umen umzusetzen. Die Renaturierung und Gestaltung einer \nKulturlandschaft ohne bauliche St\u00f6rungen verbindet nicht nur die \nweltweit beachteten Parkanlagen der klassischen und nachklassischen Zeit\n in Weimar. <\/p>\n\n\n\n<p>Zusammenfassung <br>Durch den konsequenten R\u00fcckbau des ehemaligen Industriestandortes  EOW und eine vorrangige Ber\u00fccksichtigung der Themen Klimaschutz,  Hochwassermanagement und Naturschutz im Sinn einer \u00f6kologischen und  naturnahen Entwicklung kann innerhalb der Auenlandschaft eine  zukunftsweisende Stadtentwicklung im Umgang mit den nat\u00fcrlichen  Ressourcen am Standort eingeleitet werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/petitionen.thueringer-landtag.de\/petitions\/2062\">Deshalb: Jetzt Mitzeichnen!<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>Ausf\u00fchrliche Informationen zum ehemaligen EOW-Gel\u00e4nde in der Ilmaue\/Oberweimar und seinen Entwicklungen gibt es unter  <a href=\"https:\/\/eow.weimar-weiterdenken.de\/\">eow.weimar-weiterdenken.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Petition f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Renaturierung der Industriebrache in der Ilmaue\/Oberweimar &#8211; f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Stadtentwicklung (Hochwasser-, Natur- und Klimaschutz) +++ Jetzt Mitzeichnen +++ Die Umwelt- und Naturschutzverb\u00e4nde fordern das Land Th\u00fcringen und die Stadt Weimar auf, sich f\u00fcr die durchg\u00e4ngige Wiederherstellung der Ilmaue im Bereich des ehemaligen Betriebsgel\u00e4ndes der Elektroinstallation Oberweimar (EOW-Gel\u00e4nde) auf der Basis der landes- und kommunalpolitischen Beschl\u00fcsse und Programme einzusetzen. ALLE baulichen Anlagen werden zur\u00fcckgebaut, die nat\u00fcrliche Gel\u00e4ndeh\u00f6he wiederhergestellt und die Fl\u00e4chen vollst\u00e4ndig renaturiert, um aktiv den Klimaschutz zu bef\u00f6rdern um die Ma\u00dfnahmen des Th\u00fcringer Landesprogramm Hochwasserschutz 2016 \u2013 2021 und des derzeit in der Anh\u00f6rung befindlichen Th\u00fcringer Landesprogramm Hochwasserschutz 2022 \u2013 2027 umzusetzen, um die Ziele der Th\u00fcringer Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt zu erreichen, um die Vorgaben des Regionalplanes Mittelth\u00fcringen umzusetzen, um die Zielstellung des Fl\u00e4chennutzungsplanes (FNP) und des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) der Stadt Weimar zu erreichen, um eine durchgehende Verbindung zwischen der Auenlandschaft des Landschaftsschutzgebietes Mittleres Ilmtal und dem UNESCO-Weltkulturerbe Park an der Ilm herzustellen. um die bisher naturschutzrechtlich angeordneten und umgesetzten Ausgleichs- und Ersatzma\u00dfnahmen und die damit verbundenen finanziellen Aufwendungen im geplanten vollem Umfang zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft zur Geltung zu bringen. 1. Das Vorhaben widerspricht vertraglich geregelten Verbindlichkeiten Die Stadt Weimar hat das Grundst\u00fcck des ehemaligen EOW-Gel\u00e4ndes 1992 von der Treuhandanstalt erworben, mit der Auflage, die aufstehenden Geb\u00e4ude vollst\u00e4ndig zu entfernen, den R\u00fcckbau zu betreiben und das Gel\u00e4nde langfristig zu renaturieren. 2. Es fanden seitens der Stadt Weimar keine den Petenten bekannten Pr\u00fcfungen von Alternativstandorten f\u00fcr das aktuell kaufbereite Unternehmen statt. Es besteht weder eine sachliche Begr\u00fcndung noch eine sachliche Notwendigkeit f\u00fcr die Investition innerhalb dieses sehr wertvollen Landschaftsraumes der Ilmaue. 3. 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